50 Euro weniger für Studenten

So soll es zumindest ab dem Sommersemester 2009 in Bayern lauten. Aber nicht das das jemand falsch versteht, die Studenten bekommen nicht 50 Euro weniger sondern müssen 50 Euro weniger zahlen. Die vor vier Jahren eingeführten Verwaltungsgebühren sollen entfallen. Die restlichen 500 Euro Studiengebühren plus evtl. Kosten für ein Semesterticket bleiben dennoch erhalten.

Das hat übrigens unsere neue Staatsregierung bestehend aus der alt ehrwürdigen CSU und den gelben Flitzern der FDP so im Koalitionsvertrag festgelegt. Wenigstens ein was gutes hat die Wahl dann wohl doch gebracht, nachdem schon die CSU Wähler gehörig verarscht worden sind.

Studiengebühren in Hessen abgeschafft

In Hessen wurden die vor 1 1/2 Jahren eingeführten Studiengebühren wieder abgeschafft :jittery_ks: Gegen den Willen der CDU-Landesregierung brachten SPD, Grüne und Linke einen entsprechenden Gesetzentwurf durch. Man kann also gespannt sein ob auch andere Bundesländer die Studiengebühren wieder abschaffen.

Mal eben 1253 Euro gezahlt

So einfach ist das kurz ein Formular ausgefüllt und schon ist man um ne ganze Stange Euros ärmer. So geschehen in den letzten Tagen in unserem Haushalt. Das schöne daran ist aber das man weiß wofür. Wobei ein Posten immer wieder fragen aufwirft.

Verwaltungsgebühr 50,00 Euro
Ticket 41,50 Euro
Studentenwerk 35,00 Euro
Studienbeitrag 500,00 Euro

Macht zusammen 626,50 Euro. Das nochmal mit 2 multipliziert und schon ist’s 4stellig. Zugegeben die 126,50 Euro zahlen Augsburger schon ne ganze Weile. Und man hat ja auch was davon. Aber die ominösen 500 Euro tuen richtig weh. Der Grund ist ganz einfach der das man nicht sieht für was das Geld verwendet wird. Wenigstens stellt die Fachhochschule detailiert dar für was so Geld ausgegeben wird und wurde. Vergleichbares habe ich von der UNI nicht gefunden. Vielleicht sollen sich die Studenten doch bitte schön an den neuen Gebäuden, Büros und (ganz wichtig) Hinweisschildern erfreuen.

Einzig die Abendöffnung der Bib kann man als direkte Folge des Geldflusses wahrnehmen, obwohl das nach 20 Uhr auch wieder blöd ist. Der Grund dafür ist auch wieder ganz einfach, es mangelt an einer Verpflegungsmöglichkeit. Was bringst mir wenn ich bis Mitternacht über meinen Büchern hocken kann, der warme Snack aber schon seit 8 Stunden im Spint vor sich auskühlt. Das einfachste wäre doch ein kleiner Imbiss mit Kaffee und Snack Verkauf. Irgendwo muss doch noch Platz sein in dem Betonklotz. Notfalls baut man halt an, dann kann man auch wieder neue Hinweisschilder aufstellen.

Zu guter letzt leg ich mein Täschlein aus und hoffe das sich der ein oder andere Besucher erbarmt und per Paypal zwei ärmlichen Studenten etwas Kleingeld zukommen lässt. Bütte!

Studiengebühr in Hessen verfassungswidrig

Diese Frage wird, so wie in vielen anderen Bundesländern auch, in Hessen gerade heftig diskutiert. Der einzige Unterschied ist wohl, dass es in Hessen momentan so aussieht, wie wenn das Studiengebührengesetz gegen die Landesverfassung von Hessen verstößt und daher verfassungswidrig wäre. Auch Ute Sacksofsky, die Landesanwältin am Hessischen Staatsgerichtshof welche als „öffentliche Klägerin“ beim Staatsgerichtshof über die Vereinbarkeit von Landesgesetzen mit der Landesverfassung wachen soll hat nach Informationen des SPIEGEL das umstrittene „Studienbeiträge“-Gesetz in einer 33-seitigen Stellungnahme an das Gerichtspräsidium als verfassungswidrig bezeichnet. Die Landesanwältin hat daher einen eigenen Antrag gestellt um das Gesetz für nichtig zu erklären, darüberhinaus hält sie eine bereits eingebrachte Klage von rot-grüne Klage für zulässig und begründet. Begründet wird ihre Auffassung mit Art. 59 der hessischen Landesverfassung, welcher unentgeltlichen Unterricht an Hochschulen verlangt und „Schulgeld“ nur dann zulässt, wenn es die wirtschaftliche Lage des Schülers oder seiner Eltern erlaubt. Diese Verfassungspassage gibt es nur in Hessen (bringt also nix für andere Bundesländer). Ob die Erhebung von Studiengebühren in Hessen tatsächlich unterbunden wird, wird der Staatsgerichtshof voraussichtlich erst 2008 entscheiden.

Studiengebühren bezahlt? Uni Hamburg wirft 1110 Studenten raus

Wie Spiegel-Online berichtet hat die Uni Hamburg es tatsächlich in die Tat umgesetzt und 1110 Studenten exmatrikuliert, weil sie die Studiengebühren in Höhe von 500 Euro nicht gezahlt haben. Ende Juli verschickte die Uni knapp 2000 Exmatrikulations-Bescheide, was ca. 5 Prozent der Studenten ausmacht. Die Universität Hamburg räumte den Studierenden die Möglichkeit ein, die Exmatrikulation zu vermeiden. Bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des Bescheides konnten sie die Gebühren noch begleichen. Diese Frist ist nun am 14. August verstrichen, bis dahin überwiesen noch 534 Studenten das Geld. Laut Präsidium werden wohl derzeit bei weiteren 245 Studenten geprüft, ob ihre Gründe für eine Befreiung, Stundung oder einen Erlass der Studiengebühren akzeptiert werden. Für die restlichen Studenten jedoch ist die Exmatrikulation entgültig denn für das kommende Wintersemester ist keine Rückmeldung mehr möglich – wer also jetzt exmatrikuliert wurde, kann sich erst zum Sommersemester 2008 wieder einschreiben.

Dazu kann ich nur sagen, dass genau das der Grund ist weshalb wohl auch der Gebührenboykott der Uni Augsburg und anderer Uni’s gescheitert ist, denn genau davor hatten die Studenten Angst. Leider hat es nun neben den Studenten der Kunsthochschule Hamburg auch die Studenten der Uni Hamburg erwischt.