Streik oder doch nicht, man weiß es nicht

Erst sollte heute schon, dann morgen da aber gleich 4 Tage. Jetzt ist erstmal alles abgesagt. Thema ist die Streikwarnung der GDL.

Wenn die so weiter machen dann wird sich die Öffentlichkeit bald auf die Seite von Herrn Mehdorn stellen. Und spätestens dann können Herr Schell und Kollegen die 30% mehr Lohn vergessen. Das letzte Angebot mit 10% mehr Lohn bei 2 Stunden Mehrarbeit wurde abgelehnt. Obwohl ich meine mich nicht an ein Angebot eines Arbeitnehmers in dieser Höhe erinnern zu können.

Wenn ich täglich Bahn fahren müsste und nicht genau wüsste was der nächste morgen bringt dann hätte ich den Herren der GDL schon die Pest an den Hals gewünscht. Aber ich fahr Gott sei Dank nur Bus. Ich bin ja mal gespannt ob sich die Herren noch irgendwann einigen können. Ich glaubs ja nicht

Streik erfolgreich ?!

Demobild_Studenten_13062007.jpg So sah es gestern halb 4 auf dem Augsburger Rathausplatz aus. Waren immerhin ne ganze ganze Menge. Offensichtlich kann man den Streik als Erfolg ansehen. Wenn man sich erfolgreich fühlt wenn man einfach paar Türen verbaut oder Professoren die Türen zu Hörsäälen verschließen müssen um ungestört Vorlesung zu halten. Dann mit Sicherheit.

Aber was ist mit dem Thema, den Studiengebühren.
Wird es sich die Uni nochmal überlegen oder nicht? Wohl eher nicht!
Werden nur noch 300 Euros fällig wie beim Wahlkampf der Präsidenten der Uni nachgefragt? – Wohl eher nicht!

Letzten Endes bleibt nur die Forderung das man eine vernünftige Regelung für die Studenten findet die schon vor bekannt werden das Studiengebühren nicht Verfassungswidrig sind studierten oder vor Einführung von ebensolcher. Oder aber eine vernünftige Finanzierungsmöglichkeit der doch recht hohen Beträge über zinslose Darlehen, sozusagen studieren auf Pump. Mit so einer Möglichkeit wäre ich auch bereit mehr zu zahlen als noch Studenten.

Aber wer hört schon auf nen kleinen Mechatronik Studenten.

Nicht vergessen heute streiken

So bevor sich der ein oder andere Student auf den Weg zur Uni machen sollte möchte ich noch kurz warnen. Die Uni wird heute bestreikt.

Schulausflüge, Besichtigung der architektonischen Gegebenheiten oder anderweitig hochschulfremde Aktivitäten sollte man, gesetzt dem Fall man will nicht demonstrieren, von heute auf irgendwann mal verschieben.

Um was es geht sollte allem klar sein, Studiengebühren. Wobei damals als es noch nicht 100%ig fest stand wie was und überhaupt war nicht soviel aufstand gemacht worden. Soll jetzt nicht heißen ich zahl das gerne allerdings muss ich sagen solange ich sehe für was das Geld verwendet wird und das Dinge sind die praktisch für mich sind dann zahl ich auch, wenn auch immer noch mit knirschenden Zähnen.

Aber zurück zum Streik, Ziel ist es die UNI dicht zu machen. Gerüchten zufolge soll dazu ein Spiel gestartet werden bei dem sich die Demonstranten Punkte verdienen können. 5 Punkte für einen mit Einrichtungsgegenständen blokierten Eingang und 5 Punkte wenn man Studenten davon überredet einen Kaffee trinken zu gehen. Das Gerücht was mir zu Ohren gekommen ist spricht zwar nur von der WiWi Fakultät und Jura Fakultät aber vorstellen kann ichs mir schon. Immerhin sind das die zwei mit dem höchsten (Neuere-, größere)-Mercedes-Fahrer-Anteil der gesamten Uni, sprich die Hauptberuflich Tochter oder Sohn sind. Die arroganten Geldsäcke halt.

Randbem. Bin mal gespannt ob sich das auch bis zur FH rumgesprochen hat und dort auch Aktivisten zu gange sind.

Wie steigert man Service-Qualität

Das Thema brennt mir schon seit geraumer Zeit auf den Finger und jetzt muss es mal geschrieben werden.

Es dreht sich um den geplanten Umbau bei der Telekom. 50.000 Mitarbeiter sollen in eine neue Gesselschaft ausgelagert werden. Mit bis zu 12% weniger Lohn dürfen dann aber mindestens 4 Stunden länger arbeiten die Woche. Ziel das ganzen soll eine Verbesserung des Service werden. Nun gut eine Verbesserung der Service-Qualität ist immer gut gerade wenn es in der letzten Zeit nicht viel gutes zu hören gab.

Aber, und jetzt kommts. Was lernt wohl jeder mal der studiert. Irgendwas wie Projektmanagement, Mitarbeiterführung, Effizienzsteigerung,… . Jeder der studiert hört mal von so etwas. Genauer lernt man das Menschen die einem selbst organisatorisch unterlegen sind nicht wie Sklaven behandelt werden sollten. Denn dann passiert genau das Gegenteil was man sich erhofft. Man kann einem Mitarbeiter ruhig etwas abverlangen solange sich das ganze im Rahmen bewegt. Wird dieser Leistungsdruck jedoch zu hoch sinkt die Produktivität, die Leistungsbereitschaft und die Motivation dieser zu sehr unterdrückten Mitarbeiter rapide. Damit dann selbstverstädnlich auch die Qualität der Arbeit.

Jeder sollte also wissen dann man ein Unternehmen ruhig mit „Zuckerbrot und Peitsche“ führen sollte. Die Peitsche damit überhaupt etwas getan wird und das Zuckerbrot sollte man bereithalten damit nicht alles den Bach runtergeht. Ich geh jetzt mal ganz stark davon aus das bei der Telekom Entscheidungsträger um Herrn Obermann alle irgendwas studiert haben. Und weiter nehme ich an das die das obere auch mal gehört haben. Was soll dann die ganze Auslagerei? Im Grunde kann es doch nur darauf hinauslaufen das T-Service verkauft werden soll um wieder Geld in die Kassen zu spülen.

Wenn es mal zu einem Verkauf kommt gräbt man sich damit nicht sein eigenes Grab. Wird man dadurch nicht auch nur zu einem Kabelmetermieter wie Freenet, Arcor, 1&1 und wie sie alle heißen. Will man dann die Kabelstrecken, welche übrigens großteils durch die frühere staatliche Post also zu einem gewissen Teil auch durch Steuergelder finanziert wurde, mieten. Die Miete geht dann wohl an die Service Gesselschaft, die dann auch für die Wartung zuständig ist. Ist das etwa das „große“ Ziel der Telekom Verantwortlichen?

Auch die Bundesregierung sollte sich da einmischen, immerhin hält diese noch immer ein recht großes Aktienpaket und viele Mitarbeiter sind noch immer Staatsdiener, also Beamte. Über Regulierungsferien beim VDSL wollte man sich noch selbst gegen die EU durchsetzen und jetzt wenn um 50.000 Menschen geht unternimmt man nichts.

Ich find das alles sehr seltsam. Die Notwendigkeit der Auslagerung, die Möglichkeit des Verkaufs und das tatenlose zusehen der Bundesregierung. Ich für meinen Teil hoffe das sich Ver.di und damit die betroffenen Mitarbeiter zumindest soweit durchsetzen können das man für das gleiche Geld und die gleichen Bedingungen wieter arbeiten kann. Bei Lohnausgleich auch 4 Stunden länger die Woche. Ich hoffe auch das die Verantwortlichen um Herrn Obermann einsehen das man mit einer handvoll Beamter, die dürfen nicht streiken, keinen Dienst am Kunden mehr leisten kann.

Der 1. Juli ist in knapp 1,5 Monaten, also genug Zeit um mit einem Streik die Kunden noch mehr zuverärgern, noch schlechtere Noten beim Service zu kassieren. Darauf läuft es ja im Endeffekt hinaus. Ich für meinen Teil bin über den weiteren Verlauf sehr gespannt.

Sorry für den langen Beitrag, aber das musste mal gesagt werden.

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