zum Thema des Tages

Bekanntlich ist heut der Weltnichtrauchertag. Wer’s nicht wusste der tuts jetzt, ich hab’s auch erst aus dem Radio erfahren. Auf jeden Fall habe ich euch heut was zu erzählen was ganz gut zu dem Tag passt. Seit unserer Hochzeit am 16.05 bin ich seit ca. 10 Jahren wieder Nichtraucher.

Eigentlich geht es mit den Entzugserscheinungen zumindest wenn ich immer was zu essen in der Nähe habe 😉 . Ich hoffe das ich durchhalten werden gut fände ich es allemal.

Raucher werden heimlich diskriminiert

Green or Black?Heute hab ich es herausgefunden. Raucher sollen nach und nach ausgerottet werden. Wie das gelingen soll? Ganz einfach, man verkauft keine Ascher mehr. Wir waren die letzten Tage in einigen Geschäften auf der Suche nach einem Ascher allerdings ohne den geringsten Erfolg.

Ich muss sagen das ein recht kluger Schachzug der Verantwortlichen ist. Anstatt mit einem Schlag Zigaretten zu verbieten, nimmt man das Zweitwichtigste, nach der Kippe selbst, vom Markt. Jeder anständige Raucher will seine Stummel auch anständig entsorgen und sie nicht in Blumentöpfen bevergraben.

Stop des absoluten Rauchverbots in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz darf in kleinen Kneipen auch nach Inkrafttreten des Rauchverbotes weiter geraucht werden. Nach einem Urteil des Landesverfassungsgerichts in Mainz sind sogenannte “inhabergeführte Ein-Raum-Gaststätten ohne Beschäftigte“ vom Nichtraucherschutzgesetz ausgenommen. Die Schonfrist gilt zumindest, bis das Gericht die Frage grundsätzlich in einem Hauptverfahren geklärt hat. Die Gastwirte müssen aber am Eingang deutlich sichtbar auf eine Raucherlaubnis hinweisen. Grundsätzlich kann das  Gesetz zum Rauchverbot in Rheinland-Pfalz jedoch wie vorgesehen am Freitag in Kraft treten. via

Verfassungsgericht lehnt Eilantrag zum Rauchverbot ab

rauchverbot.jpgDas Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag eines Rauchers abgelehnt. Dieser sah durch das Rauchverbot seine Grundrechte eingeschränkt. Der sofortige Stopp des Rauchverbots ist aus Sicht des Bundesverfassungsgerichts nicht erforderlich, da dem beschwerdeführenden Raucher keine „schweren Nachteile“ drohen, wenn er zunächst eine abschließende Entscheidung des Gerichts im Hauptsacheverfahren abwarten muss. Bis dahin sei er nicht generell am Rauchen gehindert. Eine Abwägung zwischen Indidivualinteresse und Interesse der Allgemeinheit hat ergeben, dass der Gesundheitsschutz der Bevölkerung höher zu bewerten ist als der Nachteil von Rauchern. Der Kläger werde „nicht allgemein am Rauchen und auch nicht am Besuch von Gaststätten gehindert“. Vielmehr sei ihm lediglich „eine einzelne Verhaltensweise während des Gaststättenbesuchs untersagt“.
Diese Entscheidung sagt natürlich noch nichts über das tatsächliche Urteil aus, aber da man bei einem solchen Eilantrag summarisch auch die Erfolgsaussichten des Hauptsacheverfahrens prüft lässt sich doch bereits eine Tendenz für das Urteil erkennen. Wann dieses bzw. die Urteile über die Verfassungsbeschwerden der Wirte erfolgen wird ist noch nicht ersichtlich.

Im Julep’s gibt es keinen Raucherclub mehr

Erst kürzlich hatte ich geschrieben, dass man im Julep’s rauchen darf, aber dem ist nun nicht mehr so, denn Raucher müssen auch hier künftig nach draußen gehen. Gestern hat Julep’s-Geschäftsführer Jürgen Strasser den „Verein zur Pflege amerikanischer und mexikanischer Gastronomiekultur“ geschlossen. Jetzt kann wieder jeder Bürger das Lokal besuchen, ohne seinen Namen angeben zu müssen. Außerdem entschuldigte sich Strasser laut Kulturbüroleiter Weitzel für den Alleingang.
Mich würde mal interessieren wo dieser plötzliche Sinneswandel herkommt?!

Wohin als Raucher in München

Manch Raucher wird bislang bei der wochenendlichen Ausgehplanung dreimal überlegt haben müssen wo er wenigstens draußen was nettes sehen kann. Demnächst kann diese rumgrübbelei ein Ende haben, zu mindest in München.

Wie manche vielleicht schon mitbekommen haben wurden manch Kneipen, Restaurants und Cafes zu Raucherclubs umfunktioniert, wie ja auch schon in Augsburg. Welches der Lieblinge auch schon auf diesen Zug gesprungen ist kann man demnächst auf raucherclub-muc.de herausfinden. Bislang hat sich schon eine ansehnliche Liste zusammegetan, rauchende Münchner sollten da also ruhig mal einen Blick riskieren.

Rauchen im Joe Penas und Julep’s in Augsburg

Aktuelle Info, siehe neuen Beitrag

Gestern Abend wollten wir mal wieder im Julep’s nen Cocktail trinken gehen und schon von Weitem hatten wir an der Türe weiße Zettel kleben sehen. Da dacht ich: Oh nein nicht schon wieder geschlossene Gesellschaft. Aber doch es war eine, aber eine geschlossene Gesellschaft besonderer Art. Denn es handelt sich beim Juleps und dem Joe Penas sowohl in München wie in Augsburg ab sofort um einen Verein dem man beitreten kann und so in der Gaststätte rauchen darf (wir hatten ja bereits in unseren Kommentaren gelesen das es so was gibt). Hierfür wurde ein Verein zur Pflege amerikanischer und mexikanischer Gastronomiekultur gegründet. Die Mitgliedschaft ist Bedingung für den Aufenthalt in der Gaststätte. Ein Abend in der mexikanischen Bar wird somit zur Vereinssitzung der Mitglieder. Im Juleps ist es dann zumindest so, dass man vor Ort gleich einen Antrag ausfüllen und sodann gleich in den Genuss der „Raucher willkommen heißenden Bar“ kommen kann.
Wir waren uns gestern noch net sicher ob wir diesem Verein beitreten wollen , aber irgendwann werden wir das sich noch machen.

Wir armen Raucher haben es schon schwer

Silke hat ja in letzter Zeit sehr ausführlich und erfolgreich über das neue Nichtraucherschutzgesetz berichtet (da, da, da, da und da). Ich hatte mich bislang eher zurückgehalten da ich auch rauche und für mich gehört die Zigarette zum Weißbier dazu, besonders in Lokalen. Allerdings muss ich mich jetzt dann doch mal einmischen.

Und zwar geht es um den Kommentar der Frankenlady. Ich will sie nicht kritisieren in keinster Weise, aber das was sie schreibt schießt dann doch den Vogel ab. Konkret geht es um zwei Äußerungen die einfach widerlegt werden müssen.

…Und der Vergleich mit Alkohol ist gar nicht so weit hergeholt! Ganz im Gegenteil: Alkohol ist viel gefährlicher als Zigaretten! Oder hat schon je irgendjemand folgende Schlagzeile in der Tagespresse gelesen?

“Autofahrer reißt junge Diskobesucher wg Rauchen einer Zigarette in den Todâ€?

Wohl eher nicht. Aber betrunkene Autofahrer waren schon oft für tödliche Verkehrsunfälle verantwortlich. Betrunkene können randalieren und andere körperlich gefährden!

Nun gut was soll man dazu sagen. Der Vergleich mit Alkohol hinkt vollkommen. Wie sagt man „der Tod kommt auf leisen Sohlen“ so ist es beim Krebs. Menschen sind jahrelang kerngesund und kaum geht man wegen vermeintlichen Magen Problemen zum Arzt und dieser stellt Krebs im Endstadium fest. Wenige Tage später liest man ihre Todesanzeige. Das ist in meiner Umgebung genau so passiert.

Da liegt das Problem mit dem rauchen, ein betrunkener randaliert und gefährdet Menschen unmittelbar und für alle sichtbar. Krebs tötet im Verborgenen. Wenn man den Vergleich Raucher zu Alkohol in Bezug auf tödliche Verkehrsunfälle doch anstellen will. Dann sollte man illegal mit illegal vergleichen. Kiffen und Auto fahren ist genauso verboten wie saufen und fahren. Bekiffte Fahrer sind für den Straßenverkehr mindestens genauso gefährlich wie betrunkene. So liest man bei Don’t drug an drive folgendes

  • Von insgesamt 327.984 Unfällen mit Personenschaden sind nachweislich 1.320 Unfälle auf den Einfluss berauschender Mittel zurückzuführen (Statistisches Bundesamt: Verkehrsunfälle Fachserie 8, Reihe 7, 2006).
  • 2006 wurden durch Drogenfahrten (Teilnahme am Straßenverkehr unter Einfluss illegaler Drogen) nachweislich rund 600 Personen getötet oder schwer verletzt (Statistisches Bundesamt Verkehrsunfälle Fachserie 8, Reihe 7, 2006).
  • Bei den 123.351 schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden war nachweislich in 764 Fällen der Einfluss berauschender Mittel die Ursache (Statistisches Bundesamt: Verkehrsunfälle Fachserie 8, Reihe 7, 2006).

Na Frankenlady schon was gemerkt, hättest du denn gedacht das das soviele sind? Kommen wir also zu deiner zweiten Behauptung.

…Sonst müsste ja JEDER Raucher spätestens mit 40 Jahren an Lungenkrebs etc sterben! Und? Tun sie das? NEIN.

Wieso nur Lungenkrebs, die meisten Raucher sterben nicht an Krebs sondern an Herz-Kreislauferkrankungen. Noch mehr Fakten gefällig? Bitte schön:

Das Rauchen löst aber viele verschiedene Krebserkrankungen aus. 25-30 Prozent aller Krebs-Todesfälle sind direkt auf das Rauchen zurückzuführen. Wer 1-9 Zigaretten täglich raucht, stirbt statistisch gesehen 4-mal häufiger an Lungenkrebs als ein Nichtraucher. Bei 10-19 Zigaretten ist das Risiko schon 7-mal so hoch.
Starkraucher, die mehr als 30 Zigaretten am Tag rauchen, sterben 20-mal so häufig an Lungenkrebs wie Nichtraucher. Allein die Zunahme an Lungenkrebs in den letzten Jahrzehnten (250% in den letzten 50 Jahren) macht die medizinischen Fortschritte in der Heilung von Krebserkrankungen zahlenmäßig wieder zunichte. Nimmt man den Lungenkrebs aus der Statistik heraus, zeigt sich eine deutliche Verbesserung der Krebs-Heilungsquoten.
An allen Stellen im Körper, die direkt mit dem eingeatmeten Rauch in Kontakt kommen, kann Krebs entstehen: Mundhöhle, Kehlkopf, Lunge und Speiseröhre. Hier gehen 90 Prozent aller Krebsfälle auf das Konto des Tabaks. Aber auch andere Organe entwickeln bei Rauchern öfter Krebs, was auf die Verteilung der krebserregenden Inhaltsstoffe mit dem Blutstrom zurückzuführen ist. Folgende Krebsarten treten bei Rauchern öfter auf: Bauchspeicheldrüsekrebs, Harnblasenkrebs, Nierenkrebs, Magenkrebs, Knochenmarkkrebs, bei Frauen auch Gebärmutterhalskrebs.
Bei allen Krebsarten steigt das Risiko mit der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten, der Anzahl der Jahre, die geraucht wurde, und dem Typ der gerauchten Zigaretten bzw. Zigarren und Pfeifen. Das Risiko beginnt sofort zu sinken, nachdem der Raucher aufgehört hat. Nach 10 Jahren Nichtrauchen ist es nur noch wenig höher als bei Menschen, die nie geraucht haben. (Quelle: Krebsgesellschaft)

Die meisten Raucher haben sicher Angst vor Krebs doch in den USA sind 1998 ca. 40% der Todesfälle auf Herz-Kreislauferkrankungen zurückzuführen. Zum Vergleich: 23,1 Prozent starben an Krebs, 4,2 Prozent bei Unfällen (Quelle: American Heart Association).

Soviel dazu das Rauchen nicht schädlich sei und Alkohol viel gefährlicher sei. Das musste mal geschrieben werden. Ich möchte aber abschließend (versprochen) dann noch kurz was zu den Rauchverboten loswerden. Wir waren letztens in Henrys Coffee World in Augsburg. Sicher wäre die Kippe zum Kaffee schön, aber ich habe mir gesagt das ich mich nicht von meiner Sucht lenken lassen will und hab zwei Stunden aufs Rauchen verzichtet. Auch im Büro rauche ich nur in der Mittagspause eine (!) . Es sollte doch jeder Raucher mal beobachten wie er/sie sich von der Sucht lenken und beeinflussen lässt. Eigentlich erschreckend. Mancher Raucher würde mir sicher zustimmen das er ausflippt wenn er absolut keine rauchen kann (zb weil keine da sind). Eigentlich erschreckend das ganze, vielleicht überleg ich mir das auch mit dem aufhören, spätestens nach dem Studium.