Studiengebühren bezahlt? Uni Hamburg wirft 1110 Studenten raus

Wie Spiegel-Online berichtet hat die Uni Hamburg es tatsächlich in die Tat umgesetzt und 1110 Studenten exmatrikuliert, weil sie die Studiengebühren in Höhe von 500 Euro nicht gezahlt haben. Ende Juli verschickte die Uni knapp 2000 Exmatrikulations-Bescheide, was ca. 5 Prozent der Studenten ausmacht. Die Universität Hamburg räumte den Studierenden die Möglichkeit ein, die Exmatrikulation zu vermeiden. Bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des Bescheides konnten sie die Gebühren noch begleichen. Diese Frist ist nun am 14. August verstrichen, bis dahin überwiesen noch 534 Studenten das Geld. Laut Präsidium werden wohl derzeit bei weiteren 245 Studenten geprüft, ob ihre Gründe für eine Befreiung, Stundung oder einen Erlass der Studiengebühren akzeptiert werden. Für die restlichen Studenten jedoch ist die Exmatrikulation entgültig denn für das kommende Wintersemester ist keine Rückmeldung mehr möglich – wer also jetzt exmatrikuliert wurde, kann sich erst zum Sommersemester 2008 wieder einschreiben.

Dazu kann ich nur sagen, dass genau das der Grund ist weshalb wohl auch der Gebührenboykott der Uni Augsburg und anderer Uni’s gescheitert ist, denn genau davor hatten die Studenten Angst. Leider hat es nun neben den Studenten der Kunsthochschule Hamburg auch die Studenten der Uni Hamburg erwischt.

Schavans zweites Gesicht

Sehr lesenswerter Artikel über die deutsche Bildungspolitik.

Die heutige Bildungsministerin Schavan [extern] erklärte der Öffentlichkeit 2002, über Studiengebühren rede sie „ausschließlich im Zusammenhang mit einem umfassenden Bildungsfinanzierungskonzept, das auch z.B. Stipendien vorsieht.“ Ein solches Konzept ist die Politik jedoch bis heute schuldig geblieben. Ja, ein solches – „umfassendes“ – schien nicht einmal je angedacht gewesen zu sein.

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Streik erfolgreich ?!

Demobild_Studenten_13062007.jpg So sah es gestern halb 4 auf dem Augsburger Rathausplatz aus. Waren immerhin ne ganze ganze Menge. Offensichtlich kann man den Streik als Erfolg ansehen. Wenn man sich erfolgreich fühlt wenn man einfach paar Türen verbaut oder Professoren die Türen zu Hörsäälen verschließen müssen um ungestört Vorlesung zu halten. Dann mit Sicherheit.

Aber was ist mit dem Thema, den Studiengebühren.
Wird es sich die Uni nochmal überlegen oder nicht? Wohl eher nicht!
Werden nur noch 300 Euros fällig wie beim Wahlkampf der Präsidenten der Uni nachgefragt? – Wohl eher nicht!

Letzten Endes bleibt nur die Forderung das man eine vernünftige Regelung für die Studenten findet die schon vor bekannt werden das Studiengebühren nicht Verfassungswidrig sind studierten oder vor Einführung von ebensolcher. Oder aber eine vernünftige Finanzierungsmöglichkeit der doch recht hohen Beträge über zinslose Darlehen, sozusagen studieren auf Pump. Mit so einer Möglichkeit wäre ich auch bereit mehr zu zahlen als noch Studenten.

Aber wer hört schon auf nen kleinen Mechatronik Studenten.

Klage gegen Studiengebühren

Seit gestern läuft in Bayern eine Klage von 1014 Klägern gegen die Studiengebühren. Mit dabei sind nicht nur Studenten sondern auch Rentner, Promis und Politiker. Die ehemaligen Studenten Babara Schöneberger und Claudia Roth der Uni Augsburg zum Beispiel.

Studenten die die Studienbeiträge über einen Kredit finanzieren, wie es ihn an jeder Ecke gibt, sind schlechter gestellt als solche ohne Kredit. Da sie durch die anfallenden Zinsen im Endeffekt mehr zahlen.

Einen Verhandlungstermin gibt es bislang noch nicht. Ich werde das, auch aus persönlichem Interesse, auf jeden Fall weiterverfolgen.

Auch ganz gut zum Thema passt eine Aufsatz von Stefan Lorenzmeier welchen er schon vor längerer Zeit geschrieben hat. Den genauen Inhalt kenne ich garnicht ich weiß nur soviel das er juristisch die Rechtmäßigkeit von Studiengebühren anzweifelt. Und zwar auf Grundlage eines Völkerrechtlichen Abkommens aus den 60er Jahren. Muss ich da noch mal genauer schlau machen, wann und wo der steht und ob das stimmt was ich da schreibe.[tags]Studium, Gebühren, Klage[/tags]