Tag Archives: Bücher

123 Stöckchen

3 Feb

Beim durchstöbern der Bloggerei ist Silke grade auf ein Stöckchen gestoßen das wir uns einfach mal geklaut mitgenommen haben. Die Regeln sind recht simpel und folgen:

  1. Nimm das nächste Buch in der Nähe mit mindestens 123 Seiten
  2. Schlage Seite 123 auf
  3. Suche den fünften Satz auf der Seite
  4. Poste die nächsten drei Sätze
  5. Wirf das Stöckchen an fünf Blogger weiter

Da wir beide gerade bequem auf der Couch sitzen und zufälligerweise jeder ein Buch in der Nähe rumliegen hat beantworten wir das Stöckchen zusammen. Also jeder aus seinem Buch. Ladys first:

Allerdings darf das Schlagwort von den Mitgliedstaaten als "Herren der Verträge" nicht dahin missverstanden werden, das ein Über- und Unterordnungsverhältnis zwischen den Mitgliedern und der Gemeinschaft besteht. Vielmehr hat die Gemeinschaft umgekehrt in fast allen Bereichen (mit)bestimmenden Einfluss auf die Nationalstaaten gewonnen. Dies gilt vor allem auf das Wirtschaftsrecht.

Ursprünglich geschrieben in Hans-Wolfgang Arndts Büchlein Europarecht.

Schlüsselwort-Argumente können in beliebiger Reihenfolge in der Parameterliste aufgeführt werden. Positionsargumente und Schlüsselwortargumente können gemischt werden, wobei allerdings einem Schlüsselwortargument kein Positionsargument folgen darf. Einem Argument darf nur einmal ein Wert zugewiesen werden.

Ursprünglich veröffentlicht in Michael Weigends Büchlein Python gepackt.

Das gute Stückchen Holz soll dann bitte noch beantworten, die Mädels und Jungs der Blogsburg, der gute Provinzblogger, der Augsburger Blogger refu vom Digitalgemüse, Timman und ein Exemplar lassen wir hier mal rumliegen vielleicht will es ja jemand mitnehmen.

Zähne bei Zeno – oder kostenlose Online-Bibliotheken

30 Sep

Zähne bei Zeno – oder kostenlose Online-Bibliotheken

Beginnen wir den Beitrag mal mit einem Zitat.

[776⇒] Zähne heißen die kleinen, sehr harten Knochen, welche in den Zahnfächern der obern und untern Kinnladen des Menschen festsitzen, außerdem besonders bei den Säugthieren, vielen Amphibien und Fischen sich finden.

Dem aufmerksamen Leser werden sicher die orthografischen und grammatikalischen Fehler aufgefallen sein. So schreibt man heute Säugthieren ein wenig anders. 1837 war das aber noch alles richtig zumindest wenn man davon ausgeht das die erste Auflage des Brockhaus vor der Veröffentlichung nochmal Korrektur gelesen wurde.

Das kleine Zitat stammt aus eben diesem Buch. Eines von vielen die man auf Zeno.org durchlesen kann. Folgendes sagt der Service über sich, diesmal in (aktuell ) richtiger Schreibweise.

Zeno.org ist die größte Online-Bibliothek im deutschen Sprachraum. Ihr Inhalt reicht über viele Wissensbereiche. Zeno.org präsentiert eine viele Epochen und Kulturen umspannende Sammlung literarischer Texte und eine Fülle von hochberühmten Lexika, Handbüchern und Nachschlagewerken.

Zeno.org ist eine Bildersammlung mit mehr als 40.000 Gemälden, Zeichnungen und Grafiken.

Zeno.org ist eine Suchmaschine. Intelligente Suchmuster wie Schreibweisentoleranz, Arbeit mit Platzhaltern usw. und ein durchdachtes System von Kategorien sorgen für einen schnellen Weg zur gewünschten Information.

Bislang war der Markt der deutschen kostenlos verfügbaren Online-Bibliotheken sehr überschaubar. Zeno.org bietet ab heute einige der bisher auf CD oder DVD verkauften Werke der Digitalen Bibliothek kostenlos an. Darunter befinden sich hochauflösende Bilder bekannter Maler aber auch alte Lexika wie das Brockhaus von 1809.

Zeno sieht sich als Konkurrent/Alternative zum Gutenberg Projekt. Und will mit 600 Millionen Wörtern der größere der beiden sein. Das Gutenberg Projekt gibt an das 100 Millionen Seiten digitalisiert wurden. Bei geschätzten 400 Wörter pro Seite scheint also Zeno recht zu haben. Aber wer will das denn so genau wissen. Wichtig ist im Endeffekt ob das gesuchte Werk auch verfügbar ist. In diesem Punkt gibt es sicher bei beiden stellenweise Unzulänglichkeiten, was jedem klar sein sollte.

Aber nicht nur das Gutenberg Projekt und Zeno bieten Urheberrechtfreie Werke zum kostenlosen Betrachten an. Das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte kann mit einer kostenlos verfügbaren Sammlung aufwarten. Das Archiv umfasst zwar “nur” rechtsgeschichtliche Literatur. Aber besonders diese oftmals nur noch sehr begrenzt verfügbaren Bücher sind an jeder Rechtswissenschaftlichen Fakultät mit einem Institut für Rechtsgeschichte hoch begehrt.

Noch ein Hinweis an die Fans von Büchern aus den nordischen Ländern. Das Projekt Runeberg geht einen ähnlichen Weg und digitalisiert Bücher aus eben den nordischen Ländern. Aber nicht nur schwedische, norwegische oder finnische Schriftstücke sind dort zu finden. Im Katalog findet man auch die eine oder andere Sprache.