Die alte Kiehvotz hat eine Blogparade zum Thema Dialekte gestartet und da muss ich doch auch was dazu schreiben. Ich selbst bin nahe Stuttgart aufgewachsen und spreche daher schon immer schwäbisch. Ich hatte damit auch nie ein Problem, auch nicht als ich meine Ausbildung beim Staat gemacht habe, bis zu dem Zeitpunkt als Bastie und ich uns kennenlernten. Sympathisch war mir der nette junge Mann ja gleich zu Beginn. Problematisch war nur das wir uns zunächst nur sprachlich gesehen kaum verständigen konnten. Bastie hat mich als “Raigschmeggdr” (nach Baden-Württemberg Zugezogener) nicht wirklich verstanden und ich hatte mit seinem sächsisch-thüringischen Dialekt auch so meine Schwierigkeiten. Aber irgendwann haben wir das dann auch auf die Reihe bekommen und dann haben wir uns auf zu den Augschburgern gemacht. Meinen schwäbischen Dialekt habe ich aber ehrlich gesagt bis heute nicht wirklich abgelegt, was mir in Augsburg oft die Frage einbringt “Wo kommst du eigentlich her?” (so als ob ich aus dem Ausland kommen würde
). Aber was soll’s, ich stehe zu meinem Dialekt und fertig. Natürlich spricht man nicht mit jedem im breitesten schwäbisch und Vorträge versuche ich natürlich auch auf Hochdeutsch zu halten, aber im privaten Bereich schwätz ich eben so wie mir ‘d Goscha gwagsa isch (wie mir also der Mund gewachsen ist). Was ich aber normalerweise nicht mache ist auf schwäbisch zu schreiben. Das kann ich irgendwie nicht leiden. Wie schaut es bei euch so mit dem Thema Dialekt aus?
Vor einiger Zeit hatte ich bereits etwas über Schwobanflüche geschrieben (Teil 1, 2, 3) und hier kommt auch gleich einer: Ha, Dua kôsch ja nedd reachd bacha sei (Ha, du bist ja nicht ganz dicht oder Ha, du bist ja nicht ganz sauber im Kopf oder ganz einfach Ha, du spinnst. Ganz wie man es auslegen will |D )