Urteil im Fall Yvan Schneider

Erst kürzlich hatte ich dazu aufgerufen die „Initiative Yvan Schneider“ zu unterstützen. Leider wurde meine Erwartung, dass Erwachsenenstrafrecht für die Mörder angewandt werden würde, bereits vor einigen Tagen bitter enttäuscht, denn der Oberstaatsanwalt hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Anwendung von Jugendstrafrecht gefordert.

Heute ist nun das Urteil gefallen: Der 19-jährige Deniz E. und sein 18-jähriger Freund Roman K. wurden wegen Mordes zur Höchststrafe von 10 Jahren verurteilt. Die für mich nicht weniger schuldige 17-jährige Sessen K. zu 9 Jahren Haft. Der 23-jährige Mitangeklagte Kaj M., der bei der Beseitigung der Leiche geholfen hatte, wurde zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten wegen versuchter Strafvereitelung verurteilt.

6 Gedanken zu „Urteil im Fall Yvan Schneider“

  1. Mal ganz ehrlich, wer sich auch nur im mindesten mit diesem Fall beschäftigt hat weiß, das die Täter aus einem vollständig desolaten Umfeld stammen. Von einer normalen Entwicklung, sowie Reife dieser Leute kann man nicht ausgehen.

    Deshalb finde ich, daß Du es dir mit deiner Meinung á la „wegsperren für immer“ zu leicht machst. Harte Strafen bewirken keinerlei Abschreckung oder Verbesserungen für die Gesellschaft. Das Entfernen von Personen aus der Gesellschaft ist in meinen Augen eine zu wohlfeile Lösung. Und der Rachegedanke hat sowieso nichts im Justizwesen verloren.

  2. Glaub mir ich habe mich auch aus persönlichen Gründen und auch aus studientechnischen Gründen mit diesem Fall sehr stark beschäftigt und ich weiß von dem desolaten Umfeld der Mörder. Dies ist für mich persönlich aber keine Rechtfertigung, dass Jugendstrafrecht angewandt wurde. Denn wenn der Mörder 21 Jahre gewesen wäre, dann wäre sein Umfeld noch immer desolat und er wäre trotzdem nach Erwachsenenstrafrecht bestraft worden ohne wenn und aber. Ich finde einfach, dass man die Altersgrenze des Jugendstrafrechts herabsetzten muss und das eben dieses schwammige Gelaber über Reife etc. nicht mehr zur Anwendung gelangen sollte! Und zwar ganz unabghängig von diesem Fall!
    Auch hat meine Meinung nicht’s mit Rache zu tun. Sondern einfach mit logischem Denken! Was soll denn bitte heißen: „Das Entfernen von Personen aus der Gesellschaft ist in meinen Augen eine zu wohlfeile Lösung.“ Für welche Lösung würdest Du denn sprechen wollen? Ich denke das unser Strafgesetzbuch in Bezug auf Sinn und Zweck des Strafrechts schon korrekt ist.
    Und doch lange Strafen bewirken eine Sicherung für die Gesellschaft, denn die Täter können dann eben keine weiteren Taten begehen!

  3. Konkret bin ich für eine Lösung von der die Gesellschaft langfristig profitiert. Das Ziel muß neben der Strafe auch eine mögliche Resozialisierung der Täter sein.

    Wenn ich mich auf Reife beziehe, ist das mitnichten schwammiges Gelaber. Es geht hier nicht um Gutmenschentum, sondern darum auf solche Taten angemessen zu reagieren. Und vielleicht noch etwas zu retten. Das Wegsperren von Tätern kann keine Lösung sein, da die Gesellschaft eben nicht davon profitiert, und die Behauptung mit dem Schutz vor weiteren Straftaten ist auch nur eine Milchmädchenrechnung. Auf diese Weise könnte man zwar vermeiden das die betreffende Person weitere Straftaten begeht. Allerdings gibt es auch genug andere Personen mit dem Potential für solche Taten. Unter dem Strich kommt so nichts dabei heraus.

  4. Ich komme nicht herum hier meine Meinung dazuzuschreiben, da nach dem Mord in München hier endlich etwas geschehen muss!!! Hier gehört zum 1. eine öffentliche Auspeitschung her, somit alle sehen, was passiert, wenn man jemanden umbringt. zum 2. bei solchen brutalen und vorsätzlichen Morden gehört wie im Mittelalter wieder die Hinrichtung her, wo die Täter auf ein Rad gebunden werden und mit einer Eisenstange alle Knochen zerschlagen werden und dann sollen die an einem Kreuz aufgehängt werden. Wenn das keine Abschreckung ist für solche missratenen Menschen, die andere quälen und töten, dann weiß ich nicht in welch einer Gesellschaft ich lebe!!! Was haben die Menschen davon die tot sind??? nichts!!! Die kommen mit Jugendstrafen davon und leben noch auf Staatskosten!!! das muss aufhören. Ich bin nicht für Brutalität und Todesstrafe, aber in solchen extremen Fällen muß eine solche Bestrafung wieder her und nicht Aufhängen oder elektr. Stuhl das geht zu schnell! Die müssen so leiden, damit es anderen vergeht eine solche Tat zu begehen!!! Das ist meine Meinung, vielleicht für viele zu Hart, aber was bringt in unserer Gesellschaft noch etwas vorwärts??? Diese abscheulichen Taten nehmen immer mehr zu und die Täter kommen davon! Ich bin total schockiert von dieser Tat immer noch und ich verstehe die Politiker nicht, aber liebe Leute merkt ihr das immer noch nicht??? Den Politikern ist der Bürger an sich doch schnurzegal!!! Denen gehts doch nur um den eigenen Geldbeutel und um Macht. Was interessiert die in Berlin und Bonn die kleinen da unten??? Wacht auf!!! Alle Politiker sind korrupt und Verbrecher. Ich habe dem Bundespräs. schon oft ins Gästebuch reingeschrieben – nie wurden die Einträge veröffentlicht und warum nicht? Ich habe dort nichts mit der Todesstrafe geschrieben, aber meine Meinung und die ist nicht gefragt. Aber 1000 Glückwunscheinträge zur Wiederwahl, die wurden alle veröffentlicht … das hierzu. Nochmals zum Thema Yvan, wer eine solche Tat begeht, der gehört nicht in unsere Gesellschaft, solche Menschen haben kein Recht weiterzuexistieren und das gilt für alle, die anderen Menschen das Leben nehmen und planen es nehmen zu wollen!

    1. Hallo Martin,
      ich muss schon sagen sehr krasse Ansichten. Wenn ich dich recht verstehe dann hast du auch kein Recht weiterzuexistieren. Wir leben nun mal in einer Gesellschaft in der die soziale Wiedereingliederung einen höheren Stellenwert hat als brutales Vorgehen. Man sollte weniger an der Ursache rumgrübbeln sondern effektive Konzepte vorlegen und auch durchziehen um solche Taten ein für alle mal zu verhindern.

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