Mordsstundenlohn – 25000Euro/Stunde

25.000 Euro pro Stunde verlangt die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt. Die gute Behörde kümmert sich darum CO2 Verschmutzungsrechte an Unternehmen zu verteilen. Auf gut deutsch, sie entscheidet wer wieviel Dreck in die Luft blasen darf. Pro Stunde Arbeitsaufwand berechnet die Behörde dann im Extremfall 25.000 Euro, so berichtet es das „Handelsblatt“. Wenn man das mit dem hochgerechneten Stundensatz von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann von „nur“ bei 4782 Euro vergleicht schon ein Mordsunterschied. Wobei die 25.000 ja auch nur in seltenen Fällen erhoben werden und außerdem damit die Behörde mit ihren 100 Mitarbeitern finanziert werden muss.

Nicht schlecht, würde ich auch nicht nein zu sagen. Immerhin paar Nullen mehr hinten dran als ich jetzt bekomme.

Wie kommt man aber auf diesen Stundensatz? Dazu muss man sich mal anschauen wie die DEHSt arbeitet. Um in Deutschland CO2 in  die Luft zu blasen braucht man Zertifikate. Die werden an der Energiebörse gehandelt und sind etwas günstiger. „Die DEHSt veranschlagt pro Zuteilungsbescheid 19 Stunden Personalaufwand“, sagt Rechtsanwältin Ines Zenke im „Handelsblatt“. „Einer unserer Mandanten sollte eine halbe Million Euro Gebühren bezahlen.“ So komme man auf einen Stundensatz von über 25.000 Euro. Das Verwaltungsgericht Berlin hat sich auf die Seite der Unternehmen gestellt und die Gebührenbescheide der Jahre 2005 bis 2007 für ungültig erklärt.

Eigentlich ist das mit der Höhe der Gebühren schon recht heftig und ich frage mich ob es dafür noch keinen Gebührenkatalog gibt. Ich meine nur das alles was eine Behörde an Geld verlangt doch irgendwo festgeschrieben steht. So muss doch für die DEHSt so etwas auch vorhanden sein. Oder wie kommt man sonst auf so einen Betrag. Für 25.000 schuften gerne  62,5 400-Euro-Jobber. Denen macht man etwas Druck und alles geht innerhalb von 30 Minuten anstatt 19 Stunden. [via]

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