Fakten und Vorurteile zur Stammzellenspende bei Leukämie

Heute habe ich bei Sebastian auf dem magdeblog einen interessanten Beitrag zum Thema Stammzellenspende gelesen und hab natürlich auch gernen meine Kommentare hinterlassen. Ich war aber etwas erstaunt, dass noch immer viele Leute Vorurteile und Angst vor der Stammzellenspende haben. Gut ich muss zugeben ich habe mich schon vor langer Zeit intensiv mit dem Thema beschäftigt und bin bereits viele Jahre bei der DKMS registriert. Um aber mal mit ein paar Vorurteilen zu dem Thema aufzuräumen hier 3 Vorurteile und die tatsächlichen Fakten dazu. Ich kann jeden nur ermuntern sich bei der DKMS registrieren zu lassen.

1. Vorurteil:
Stammzellen werden dem Rückenmark entnommen.

Fakt:
Nein. Rückenmark und Knochenmark werden häufig verwechselt. Das Rückenmark des Spenders bleibt unberührt. Das Knochenmark bzw. die Stammzellen werden – wenn die Entnahme mit dem operativen Eingriff erforderlich ist – aus dem Beckenkamm entnommen. Die Entnahme erfolgt unter Vollnarkose.

2. Vorurteil:
Für die Stammzellspende ist immer eine Operation nötig.

Fakt:
Nein. Seit einigen Jahren wird zur Stammzellgewinnung die Vermehrung der Stammzellen durch die Gabe eines so genannten Wachstumsfaktors genutzt. Mittlerweile wird dieses Verfahren bereits in rund 80% der Fälle angewandt.

3. Vorurteil:
Wenn ich Stammzellen weggebe, dann fehlen sie mir irgendwann einmal.

Fakt:
Nein. Der Körper bildet die Stammzellen innerhalb von zwei Wochen neu. Man kann also Leben spenden, ohne letztlich auf etwas zu verzichten.

dkms.gif

Ein Gedanke zu „Fakten und Vorurteile zur Stammzellenspende bei Leukämie“

  1. danke für diese genaue ausführung!
    und schön das endlich mal jemand der sich die zeit nimmt die leute aufzuklären und einem die angst zu nehmen

    auch wenn das ganze ein ziemlich trockenes thema ist!!!

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