Archiv für 11. Januar 2008
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Wir armen Raucher haben es schon schwer
5Silke hat ja in letzter Zeit sehr ausführlich und erfolgreich über das neue Nichtraucherschutzgesetz berichtet (da, da, da, da und da). Ich hatte mich bislang eher zurückgehalten da ich auch rauche und für mich gehört die Zigarette zum Weißbier dazu, besonders in Lokalen. Allerdings muss ich mich jetzt dann doch mal einmischen.
Und zwar geht es um den Kommentar der Frankenlady. Ich will sie nicht kritisieren in keinster Weise, aber das was sie schreibt schießt dann doch den Vogel ab. Konkret geht es um zwei Äußerungen die einfach widerlegt werden müssen.
…Und der Vergleich mit Alkohol ist gar nicht so weit hergeholt! Ganz im Gegenteil: Alkohol ist viel gefährlicher als Zigaretten! Oder hat schon je irgendjemand folgende Schlagzeile in der Tagespresse gelesen?
“Autofahrer reißt junge Diskobesucher wg Rauchen einer Zigarette in den Todâ€?
Wohl eher nicht. Aber betrunkene Autofahrer waren schon oft für tödliche Verkehrsunfälle verantwortlich. Betrunkene können randalieren und andere körperlich gefährden!
Nun gut was soll man dazu sagen. Der Vergleich mit Alkohol hinkt vollkommen. Wie sagt man “der Tod kommt auf leisen Sohlen” so ist es beim Krebs. Menschen sind jahrelang kerngesund und kaum geht man wegen vermeintlichen Magen Problemen zum Arzt und dieser stellt Krebs im Endstadium fest. Wenige Tage später liest man ihre Todesanzeige. Das ist in meiner Umgebung genau so passiert.
Da liegt das Problem mit dem rauchen, ein betrunkener randaliert und gefährdet Menschen unmittelbar und für alle sichtbar. Krebs tötet im Verborgenen. Wenn man den Vergleich Raucher zu Alkohol in Bezug auf tödliche Verkehrsunfälle doch anstellen will. Dann sollte man illegal mit illegal vergleichen. Kiffen und Auto fahren ist genauso verboten wie saufen und fahren. Bekiffte Fahrer sind für den Straßenverkehr mindestens genauso gefährlich wie betrunkene. So liest man bei Don’t drug an drive folgendes
- Von insgesamt 327.984 Unfällen mit Personenschaden sind nachweislich 1.320 Unfälle auf den Einfluss berauschender Mittel zurückzuführen (Statistisches Bundesamt: Verkehrsunfälle Fachserie 8, Reihe 7, 2006).
- 2006 wurden durch Drogenfahrten (Teilnahme am Straßenverkehr unter Einfluss illegaler Drogen) nachweislich rund 600 Personen getötet oder schwer verletzt (Statistisches Bundesamt Verkehrsunfälle Fachserie 8, Reihe 7, 2006).
- Bei den 123.351 schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden war nachweislich in 764 Fällen der Einfluss berauschender Mittel die Ursache (Statistisches Bundesamt: Verkehrsunfälle Fachserie 8, Reihe 7, 2006).
Na Frankenlady schon was gemerkt, hättest du denn gedacht das das soviele sind? Kommen wir also zu deiner zweiten Behauptung.
…Sonst müsste ja JEDER Raucher spätestens mit 40 Jahren an Lungenkrebs etc sterben! Und? Tun sie das? NEIN.
Wieso nur Lungenkrebs, die meisten Raucher sterben nicht an Krebs sondern an Herz-Kreislauferkrankungen. Noch mehr Fakten gefällig? Bitte schön:
Das Rauchen löst aber viele verschiedene Krebserkrankungen aus. 25-30 Prozent aller Krebs-Todesfälle sind direkt auf das Rauchen zurückzuführen. Wer 1-9 Zigaretten täglich raucht, stirbt statistisch gesehen 4-mal häufiger an Lungenkrebs als ein Nichtraucher. Bei 10-19 Zigaretten ist das Risiko schon 7-mal so hoch.
Starkraucher, die mehr als 30 Zigaretten am Tag rauchen, sterben 20-mal so häufig an Lungenkrebs wie Nichtraucher. Allein die Zunahme an Lungenkrebs in den letzten Jahrzehnten (250% in den letzten 50 Jahren) macht die medizinischen Fortschritte in der Heilung von Krebserkrankungen zahlenmäßig wieder zunichte. Nimmt man den Lungenkrebs aus der Statistik heraus, zeigt sich eine deutliche Verbesserung der Krebs-Heilungsquoten.
An allen Stellen im Körper, die direkt mit dem eingeatmeten Rauch in Kontakt kommen, kann Krebs entstehen: Mundhöhle, Kehlkopf, Lunge und Speiseröhre. Hier gehen 90 Prozent aller Krebsfälle auf das Konto des Tabaks. Aber auch andere Organe entwickeln bei Rauchern öfter Krebs, was auf die Verteilung der krebserregenden Inhaltsstoffe mit dem Blutstrom zurückzuführen ist. Folgende Krebsarten treten bei Rauchern öfter auf: Bauchspeicheldrüsekrebs, Harnblasenkrebs, Nierenkrebs, Magenkrebs, Knochenmarkkrebs, bei Frauen auch Gebärmutterhalskrebs.
Bei allen Krebsarten steigt das Risiko mit der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten, der Anzahl der Jahre, die geraucht wurde, und dem Typ der gerauchten Zigaretten bzw. Zigarren und Pfeifen. Das Risiko beginnt sofort zu sinken, nachdem der Raucher aufgehört hat. Nach 10 Jahren Nichtrauchen ist es nur noch wenig höher als bei Menschen, die nie geraucht haben. (Quelle: Krebsgesellschaft)
Die meisten Raucher haben sicher Angst vor Krebs doch in den USA sind 1998 ca. 40% der Todesfälle auf Herz-Kreislauferkrankungen zurückzuführen. Zum Vergleich: 23,1 Prozent starben an Krebs, 4,2 Prozent bei Unfällen (Quelle: American Heart Association).
Soviel dazu das Rauchen nicht schädlich sei und Alkohol viel gefährlicher sei. Das musste mal geschrieben werden. Ich möchte aber abschließend (versprochen) dann noch kurz was zu den Rauchverboten loswerden. Wir waren letztens in Henrys Coffee World in Augsburg. Sicher wäre die Kippe zum Kaffee schön, aber ich habe mir gesagt das ich mich nicht von meiner Sucht lenken lassen will und hab zwei Stunden aufs Rauchen verzichtet. Auch im Büro rauche ich nur in der Mittagspause eine (!) . Es sollte doch jeder Raucher mal beobachten wie er/sie sich von der Sucht lenken und beeinflussen lässt. Eigentlich erschreckend. Mancher Raucher würde mir sicher zustimmen das er ausflippt wenn er absolut keine rauchen kann (zb weil keine da sind). Eigentlich erschreckend das ganze, vielleicht überleg ich mir das auch mit dem aufhören, spätestens nach dem Studium.
Pumuckl bald nicht mehr allein
3Jetzt ist es raus, Pumuckl bekommt eine Freundin. Das hat heute ein Gericht entschieden. Ja mit so etwas müssen sich Richter rumschlagen. Das Landgericht München I hat nun erlaubt das Barbara von Johnson, anhand eines Malwettbewerbs eine Gefährtin für Pumuckl suchen und in ihrem Atelier die Hochzeit der Pumuckls veranstalten darf. Ist doch schön für den lieben Pumuckl
Raucherbox auf der Maximilianstraße
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So könnte es bald auf der Maximilianstraße aussehen. 2 Friedberger Architekten hatten die Idee für diese Raucherbox (S-Box) um das Draußenrauchen in der Maximilianstraße angenehmer, geräuschärmer und sauberer zu machen. Ordnungsreferent Klaus Kirchner kann sich aber nicht vorstellen, “dass unsere kaiserliche Straße dafür geeignet ist”. Ich finde die Idee eigentlich gelungen. Nur wird ja wohl eine solche Raucherbox auf der MaxStraße nicht genügen, denn es gibt dort ja doch einige Bars und wenn man dann zu viele von den Boxen rumstehen hat sieht das dann doch net mehr so gut aus. Wie wäre es einfach wenn man für die Sauberkeit mehr Aschenbecher aufstellen würde? Naja wir werden sehen was die Zeit bringt. Vielleicht ja auch solch eine Raucherbox.


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