Nach „Licht aus“ muss das auch wieder angehen

Die für morgen abend geplante Aktion „Licht  aus, für unser Klima!“ bedroht scheinbar unser Stromnetz. So kann mit der kurzzeitig verfügbaren Energie, die anfällt wenn die Glühbirnen ausgehen, nicht umgegangen werden. Kraftwerke brauchen etwas Zeit um ausgeschaltet zu werden, sind halt keine Glühbirnen, und dann müssten zur Sicherheit Ãœberleitungen abgeschaltet werden. Um größere Schäden zu vermeiden. So kann es passieren das die guten alten Glühlampen nicht mehr angehen, zusammen mit dem Fernseher, dem Kühlschrank und dem anderen Kram was Elektriziztät braucht.

Die Macher der Aktion namentlich BILD, BUND, Greenpeace, WWF, Google und ProSieben wollen damit CO2 Emissionen einsparen. Rein rechnerisch würden bei 50% der deutschen Haushalte gut 342 Tonnen eingespart. Klingt erstmal nach viel aber im Hinblick auf den Jahresausstoss von 2006 in Höhe von 878 Millionen Tonnen ist das nicht mehr als ein Fliegenschiss. Klingt  für mich schon etwas erschreckend was da im Verhältnis Nutzen vs. (möglicher) Wirkung rauskommt.

Da mach ich doch lieber bei der Aktion „Deutschland schaltet das Licht an – aber richtig!“ mit. Man könnte meinen das dies die Gegenaktion dazu ist. So rufen die verbleibenden Umweltschützer taz, Attac, NABU, Robin Wood, Grüne Liga, jetzt.de, campact.de und wir-klimaretter.de dazu auf die alten Glühlampen durch Energiesparlampen zu tauschen. Auch da kann man ausrechnen das wenn 50% der Haushalte mitmachen geschätzte 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart würden, pro Jahr.

Das Problem ist dann wieder der knauserische Deutsche, der sich dann fragen muss warum was wegschmeissen was noch geht. Nicht jeder wird gleich losrennen sich Energiesparlampen Kaufen und gegen die noch lichtspendenen glühenden Exemplare tauschen. Ich hab mir vorgenommen umweltschonende Lämpchen zu kaufen wenn die alten ausgeglüht sind.

4 Gedanken zu „Nach „Licht aus“ muss das auch wieder angehen“

  1. Unter dem Gesichtspunkt, dass man immer fragt wie man sich gegen die ständig steigenden Preise der großen Konzerne wehren soll finde ich diese Aktion erheblich interessanter. Das kann man ja das ein oder andere mal als konsolidierten protest machen … dann merken die vielleicht auch mal dass der Verbraucher micht alles mit sich machen lässt – und es schdet Ihnen auch noch. Man muss eben nur gewillt sein, auch mal ein paar Komforteinbussen hinzunehmen. Und der Kühlschrank hält auch ein bisschen ohne trom aus … man kann eben nur nicht Fernsehen oder mit der Playstation spielen … aber vielleicht ist es den meisten Verbrauchern das wert.

    Gruß,
    Jens

  2. Prinzipiell ist die Idee das ganze als Protest zu betrachten gut. Allerdings kommt das in unserem Land wohl nie soweit. Wer beschwert sich denn nicht über den hohen Spritpreis. Aber gemeinsam den Unmut kundzutun, indem man mal eine Woche lang nicht tankt, funktioniert auch nicht.
    Die Gefahr das das ganze Stromnetz zusammenbricht ist dann doch keine tolle Aussicht, und ob es bei paar Stunden bleibt wenn Starkstromverteiler durchbrennen ist auch nicht sicher.

  3. Schade, schon ist Verständnis dafür aufgebracht, warum das alles nicht so toll ist und es dann ja doch ein bissche weht tut und schon wird es nicht getan. Manchmal tut es halt ein wenig weh, aber wenn ich immer nur den Weg des geringsten Widerstandes und mit dem geringsten Ärger gehe, dann bitte auch nicht beschweren dass die anderen das ausnutzen und uns das Gel aus der Tasche ziehen – man will ja nichts dagegen tun …

    Gruß,
    Jens

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