Bürgerentscheid doch nicht ganz erfolgreich

Viele Bürger aus Hochzoll scheinen am vergangenem Sonntag gemeint zu haben mit einem JA beim Bürgerentscheid auch den Bau der Linie 6 vorerst zu stoppen. Nicht weit genug gedacht, liebe Leute. Denn wie Stadtwerke Chef Walter der AZ mitteilt wird sie entgegen eigener Aussage weitergebaut. Gute 63,5% der Hochzoller Bürger befürchteten das die vielbefahrene Friedberger Straße mit nur noch zwei Fahrspuren zu einem Standstraße wird, in der also mehr gestanden wird als gefahren.

Dabei war gerade die Linie 6 als Entlastung für den Verkehrbelasteten Stadtteil Hochzoll gedacht. Diverse Umgehungsstrassen, eine neue Autobahnanschluss in Derching und auch die Linie 6 selber sollten das Verkahrsaufkommen auf geplante 26000 Fahrzeuge pro Tag auf der Friedberger Straße bewirken.

Mich bewegt nur die Frage wie man auf die Idee kommt das wenn man den KÖ-Umbau verhindert auch alles andere zum erliegen kommt. Ein sicher amüsanter Schachzug der Stadtwerke wäre nach dem Stillstand beim Projekt Mobilitätsdrehscheibe das auch die begonnenen Bauarbeiten in der Remboldstraße gestoppt würden. Dann hätte es wohl in naher Zukunft den zweiten Bürgerentscheid gegeben. Diesmal vielleicht auch mit einer einfacher formulierten Frage. Aber lassen wir das, sind doch eh nur Gedankenspielereien.

So baut Augsburg munter an der Mobilitätsdrehscheibe weiter nur der Knotenpunkt Königsplatz bleibt (nur?) vorerst so wie er ist. Hoffnungslos überlastet. [tags]KÖ Umbau, Augsburg, Bürgerentscheid[/tags]

3 Gedanken zu „Bürgerentscheid doch nicht ganz erfolgreich“

  1. Hallo Bastie,
    zu der Frage, die dich bewegt:
    In den Wochen vor dem Bürgerentscheid wurde das so in der Presse dargestellt, dass „es beim Bürgerentscheid um den Königsplatzausbau indirekt auch um die Trambahnlinie 6“ geht. „Denn die ist, wie der neue Kö, ein Teil der Mobilitätsdrehscheibe. Geht der Bürgerentscheid positiv aus …, haben die Stadtwerke einen vorläufigen Bau- und Planungsstopp angekündigt.“ schrieb z.B. die AZ am Freitag, den 16. November. Nicht dass ich der Meinung wäre, man solle nun alles mögliche stoppen, das wäre schlimm. Aber dann soll man vorher auch nicht sagen, man würde z.B. den Bau der Linie 6 stoppen, wenn der Entscheid positiv ausgeht. Ich finde es ärgerlich, dass Bürger fehlinformiert werden, bzw. dass vor dem Bürgerentscheid getroffene Entscheidungen kurz nach dem Entscheid revidiert werden. Das gibt dem Bürger ein Gefühl der eigenen Machtlosigkeit und der Sinnlosigkeit solcher Bürgerentscheide.

  2. Danke Heidi für die Aufklärung.
    Eigentlich könnte man die Stadtwerke Aussage bezüglich der Linie 6 auch als „Entscheidskampf“ sehen. Ähnlich wie im immer wieder kehrenden Wahlkampf werden Dinge versprochen die dann nie umgesetzt werden.
    Die Bürgerentscheids-Frage war ganz gezielt auf den Königsplatz ausgerichtet. Und was dann die Satdtwerke dazu sagen um vielleicht mehr Nein-Stimmer zu gewinnen sei mal dahin gestellt.
    Fehlinformationen gibt es bei jeder Wahl, und ich meine der Bürgerentscheid geht in die Richtung. Versprechungen die vor der Wahl gemacht wurden werden allzu häufig schnell wieder vergessen oder als unmöglich abgetan.
    Wenn Bürger nur aufgrund dieser Aussage mit Ja gestimmt haben dann zeugt das nur dafür das es für Linie 6 auch einen Bürgerentscheid geben müsste.

  3. Also ich finde eher das sich der Stadtwerke-Chef mit dieser Aussage selbst ins Bein geschossen hat. Denn solch eine Aussage hat doch viel mehr dazu gedient das mehr Leute die sich von der Linie 6 gestört fühlen mit „JA“ gestimmt haben. Aber das wollt der Mann doch sicher nicht bewirken. Da kann ich nur sagen „Bitte zu erst nachdenken und dann sprechen“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.