Rucksackwissen: DIN

Deutsches Institut für Normung = DIN

Im I. Weltkrieg mussten die Deutschen erkennen, dass ihre Kriegsmaschinerie durch Dutzende von unterschiedlichen Geschossen, Kalibern oder Zündern sich zu einem logistischen Chaos entwickelte. Die Generalität errichtete daraufhin 1916 in einer umgerüsteten Spandauer Turnhalle das königliche Fabrikationsbüro (Fabo). Hier wurden die ersten Pläne für die Massenfertigung von Kanonen und Haubitzen und anderen Waffen entwickelt – wie auch das Maschinengewehr, dessen Modellnummer zum Begriff des militärischen Mittelmaßes avancierte: 08/15. Der Krieg ging verloren aber schon am 22. Dezember 1917 wurde das Fabo in „Normenausschuss der deutschen Industrie“ umbenannt, aus dem 1975 das Deutsche Institut für Normung (DIN) entstand.
1922 erschien unter der Laufnummer DIN 476 ein Papierformat, das bei Querteilung immer wieder dieselben Proportionen ergab: 1: Wurzel aus (sorry, ist mir verloren gegangen). Dazu teilte man einen Quadratmeter nach diesem Maßverhältnis und nannte es DIN A0. Viermal geteilt kam unsere handlicher Klassiker dabei heraus. Bis 1961 blieben die BRD und DDR mit ihren Normenausschüssen eng verbunden. Erst der Mauerbau (Betonhohlblocksteine der TGL-Norm 33491-03) besiegelten die Teilung der deutschen Norm.[tags]S:Rucksackwissen, DIN[/tags]

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