Zähne bei Zeno – oder kostenlose Online-Bibliotheken

Beginnen wir den Beitrag mal mit einem Zitat.

[776⇒] Zähne heißen die kleinen, sehr harten Knochen, welche in den Zahnfächern der obern und untern Kinnladen des Menschen festsitzen, außerdem besonders bei den Säugthieren, vielen Amphibien und Fischen sich finden.

Dem aufmerksamen Leser werden sicher die orthografischen und grammatikalischen Fehler aufgefallen sein. So schreibt man heute Säugthieren ein wenig anders. 1837 war das aber noch alles richtig zumindest wenn man davon ausgeht das die erste Auflage des Brockhaus vor der Veröffentlichung nochmal Korrektur gelesen wurde.

Das kleine Zitat stammt aus eben diesem Buch. Eines von vielen die man auf Zeno.org durchlesen kann. Folgendes sagt der Service über sich, diesmal in (aktuell ) richtiger Schreibweise.

Zeno.org ist die größte Online-Bibliothek im deutschen Sprachraum. Ihr Inhalt reicht über viele Wissensbereiche. Zeno.org präsentiert eine viele Epochen und Kulturen umspannende Sammlung literarischer Texte und eine Fülle von hochberühmten Lexika, Handbüchern und Nachschlagewerken.

Zeno.org ist eine Bildersammlung mit mehr als 40.000 Gemälden, Zeichnungen und Grafiken.

Zeno.org ist eine Suchmaschine. Intelligente Suchmuster wie Schreibweisentoleranz, Arbeit mit Platzhaltern usw. und ein durchdachtes System von Kategorien sorgen für einen schnellen Weg zur gewünschten Information.

Bislang war der Markt der deutschen kostenlos verfügbaren Online-Bibliotheken sehr überschaubar. Zeno.org bietet ab heute einige der bisher auf CD oder DVD verkauften Werke der Digitalen Bibliothek kostenlos an. Darunter befinden sich hochauflösende Bilder bekannter Maler aber auch alte Lexika wie das Brockhaus von 1809.

Zeno sieht sich als Konkurrent/Alternative zum Gutenberg Projekt. Und will mit 600 Millionen Wörtern der größere der beiden sein. Das Gutenberg Projekt gibt an das 100 Millionen Seiten digitalisiert wurden. Bei geschätzten 400 Wörter pro Seite scheint also Zeno recht zu haben. Aber wer will das denn so genau wissen. Wichtig ist im Endeffekt ob das gesuchte Werk auch verfügbar ist. In diesem Punkt gibt es sicher bei beiden stellenweise Unzulänglichkeiten, was jedem klar sein sollte.

Aber nicht nur das Gutenberg Projekt und Zeno bieten Urheberrechtfreie Werke zum kostenlosen Betrachten an. Das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte kann mit einer kostenlos verfügbaren Sammlung aufwarten. Das Archiv umfasst zwar „nur“ rechtsgeschichtliche Literatur. Aber besonders diese oftmals nur noch sehr begrenzt verfügbaren Bücher sind an jeder Rechtswissenschaftlichen Fakultät mit einem Institut für Rechtsgeschichte hoch begehrt.

Noch ein Hinweis an die Fans von Büchern aus den nordischen Ländern. Das Projekt Runeberg geht einen ähnlichen Weg und digitalisiert Bücher aus eben den nordischen Ländern. Aber nicht nur schwedische, norwegische oder finnische Schriftstücke sind dort zu finden. Im Katalog findet man auch die eine oder andere Sprache.

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