Klage gegen O2 wegen falscher Rechnungen

Die Hamburger Verbraucherzentrale hat gegen O2 Klage vor dem Landgericht München erhoben. Sie wollen zum einen die Zahl der von den falschen Rechnungen betroffenen Kunden erfahren und zum anderen möchte sie in einem weiteren Prozess den nach ihrer Ansicht rechtswidrig erzielten Gewinn von mindesten 1,3 Millionen Euro in die Staatskasse abschöpfen lassen. Laut Verbraucherzentrale hatte der O2-Vorläufer Viag-Interkom im Herbst 2001 die Minutenpreise fürs Telefonieren von Mark in Euro falsch umgerechnet. Durch die Rundungsdifferenzen bei den Kleinstbeträgen seien einem Durchschnittskunden mit 30 Euro Umsatz Nachteile von etwa 1,08 Euro pro Monat entstanden. Sowohl das Landgericht München wie der Europäische Gerichtshofe haben bereits die Unzulässigkeit der Umrechnungsmethode bestätigt. Die damals geschädigten Kunden haben aber wohl aufgrund der Verjährung ihrer Ansprüche kein Recht auf Rückzahlung mehr, jedoch soll solch eine Täuschung der Kunden auch nicht ungestraft bleiben. Da frag ich mich nur warum die Verbraucherzentrale das mit den falschen Rechnungen nicht bereits erwähnt hat als der Anspruch der Kunden noch bestand?

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