Schwoba Flüche Teil 2

Heute ein anspruchsvollerer Teil der Schwoba Flüche. Die schwäbische, bilderreiche Sprache, mit vielen Entlehnungen aus dem bäuerlichen Bereich, bietet viel Raum für interessante, fast musikalisch anmutende Schöpfungen.

Kompliziert, vor allem sprachlich, wird es dann bei:
Huraglômbvarreggds
Hemmlarschondzwern
Jajedzleggmedochgleiamarsch
Hemmelarschondwolgabruch
Jadôkennschgladduffdrsaunaussreida
Soagrââsauereisoavrkommene
Jadôfahrdochgleiasiadichsdonnderweddrnei
Herrgoddskreizdonnderweddrabberau
Jawannôdeesganzeglômbdrdeifelholadäd
Goddverdammichhaidabimbamsaggzemend
JaihrôgschissaneôgnaagdeHennaköpfvarreggde
Fixhallelujaleggmeamarschscheissglombverregds Hemmelherrgoddsagramentleggmeamarschscheißglômbverreggts

4 Gedanken zu „Schwoba Flüche Teil 2“

  1. Heiligsblechle 😉 , Silke, du steigerst dich ja ins Unermessliche :smile:, nicht nur was die Fluchlänge angeht, sondern auch in deiner Blogfrequenz! Damit wird euer Blog ja nahezu unschlagbar hier in Augsburg, wo die Blogosphäre sonst eher im Sommerschlaf versunken ist. Als Nichtschwäbin hoffe ich mal, das „Heiligsblechle“ am Anfang ist hier angemessen, wenn nicht, verzeih‘ mir. Soll bewundernd, nicht fluchend gemeint sein. Bisserl reingeschmeckt ins Schwäbische habe ich ja schon. Vom Teil 1 der Flüche nicht verstanden habe ich allerdings „Haidasaable“. Was drückt die Schwäbin denn damit aus?
    Keep up the good work! (das fällt mir jetzt nur auf Englisch ein. Wie würde die Schwäbin denn derartige Aufmunterung ausdrückenk?)

  2. Zum Wort „Haidasaable“ muss ich gestehen das ich zuerst auch nicht wirklich wusste wann man das verwendet. Aber dann hab ich einfach mal meine Eltern gefragt. Diese waren sich aber auch über die Benutzung uneinig, meine Mutter meint das Wort zu benutzen, wenn etwas nicht so klappt wie sie es möchte. Mein Vater wiederum benutzt dieses Wort eher wenn er überrascht ist. Das ist aber bei vielen Schwäbischen Wörtern nichts ungewöhnliches. Jeder legt es sich eben so zurecht wie er es braucht 😉
    Zum Thema Aufmunterung passt eher der Spruch „Net gschompfa isch globt gnug“. Also „nicht geschimpft ist gelobt genug“ was bedeutet das man nicht wirklich viel lobt und wenn man nicht meckert das schon Lob genug ist. Bisschen kompliziert aber so ist das bei uns hier im Ländle. 🙂

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