Gen Food nein Danke

Könnt ihr euch eigentlich vorstellen mal violett farbene, nach Erdbeere schmeckende 2 Kilo wiegende Äpfel zu essen. Oder würdet ihr eure Tomaten im Frühjahr kaufen und euch im Winter immer noch daran erfreuen. Das wäre doch was? Oder etwa doch nicht?

Gen Food - Nein DankeIch für meinen Teil kann getrost darauf verzichten, ich mag die grünen, sauren Granny Smith und Tomaten kauf ich wenn’s geht auf’m Stadtmarkt in Augsburg. Wer will schon Gen-Food, immerhin 20% der deutschen würden nichts dagegen einwenden. Wer das ist kann man hier nachlesen.

Gut ich schätz jetzt mal jeder mit nem gesunden Menschenverstand wird das ganze Gen-Gedöns nicht wollen. Manch einer wird jetzt sagen „Das steht doch auf der Packung ob was drin ist oder nicht. Zumindest sollte es so sein.“
Prinzipiell schon richtig, bis jetzt. Denn unsere Regierung plant eine Verwässerung des Gentechnik-Gesetzes. Die aktuelle Gesetzeslage sieht vor das Lebensmittel die als Gen-Technik-frei gekennzeichnet werden 0% (in Worten überhauptgarnichts) von genannten Gen-Gedöns enthalten. Nach der Reformierung dürften bis zu 0,9% (in Worten schonneganzeeckemehr) enthalten sein.

Hintergrund ist die Haftungsfrage, den wer Gentechnisch veränderte Lebensmittel, wie z.B. Äpfel, anbaut muss für den durch die Pollen seiner Genbäume entstandenen Schaden (im vollen Umfang) haften. Und das kann sehr schnell sehr sehr sehr teuer werden. Das soll mit der Reformation geändert werden das selbst in den „höchstgesunden“ Bio-Produkten bis zu 0,9% Genscheiss mit enthalten sein darf.

So das war jetzt die aktuelle Sachlage. Kommen wir zum eigentlichen Grund für diesen Beitrag. Am 2.11.06 hat campact! eine Aktion vorm Berliner Reichstag am Start bei der Sie auf diesen Missstand aufmerksam machen wollten. Mit einem überdimensionalen Schriftzug „GENFOOD, NEIN DANKE“ aus Luftballons welche später wegfliegen durften. Insgesamt waren es 13.000 Stück. Jeder einzelne bestückt mit einer Karte auf der die Problematik und was es mit dem gelben Ballon auf sich hat erklärt wird.

Obwohl sich laut der Veranstalter eine Vielzahl Reporterteams, teilweise auch vom TV, dort versammelt hatten, mangelt es an der erhofften Medienresonanz. Man hofft darauf das wenn die Reform brisanter wird die fertige Meldung aus der Schublade gezogen wird.

Wer jetzt wissen möchte wie das dann über die Flimmerkiste laufen könnte schaut einfach mal auf der Aktionsseite vorbei, dort gibt es paar Bilder, ein kleines Video von den Vorarbeiten und ein paar erklärende Worte mehr als hier. Wer dann noch nicht genug hat dem empfehle ich das und das und das.

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